LIMA
Die Leichtbaumesse
29. - 30. Mai 2018
Messe Chemnitz

5. Internationale Mobiltextilien-Schau „mtex“ und 3. Leichtbau-Ausstellung „LiMA“ gingen in Chemnitz erfolgreich über die Bühne

21. Mai 2014

Triebkopf für Hochgeschwindigkeitszüge in Aluschaum-Sandwich-Bauweise als Weltneuheit präsentiert

Auf hohem fachlichen Niveau gingen die 5. Internationale Mobiltextilien-Schau „mtex“  sowie die 3. Leichtbau-Ausstellung für den Maschinen-  und Anlagenbau „LiMA“ vom 14. bis 16. Mai 2014 in  Chemnitz über die Bühne.  88 Aussteller aus  Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Indien, Israel und der Schweiz präsentierten im Freistaat Sachsen, inmitten einer der wichtigsten deutschen Automobilbau-, Maschinenbau- und Textilregion, ihr Leistungsspektrum.   "mtex" und "LiMA" fanden erstmals im Rahmen der neu konzipierten „Chemnitzer Fachmessen“ parallel zur Sächsischen Industriemesse  SIT und dem „IT Anwenderforum“ statt.  Insgesamt begutachteten  nahezu  5.000 Besucher die Offerten der über 300 Aussteller, darunter renommierte Forschungsinstitute, und nahmen an Symposien sowie Workshops teil. Neben Gästen aus Deutschland konnten Fachbesucher aus  Belgien, Brasilien,  China, Frankreich, Großbritannien, Israel, Japan, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Russland und Tschechien zu den  Mobiltextilien- und Leichtbaumessen begrüßt werden.
 
„Ressourceneffizienz ist der Schlüssel für ertragreiches und zugleich nachhaltiges Wirtschaften in der Zukunft. Dabei kommt der Material- und Energieeffizienz bei der Herstellung von Leichtbaustrukturen in Großserie eine zentrale Stellung zu. Den Stand unserer Forschungen haben wir daher auf diese Thematik ausgerichtet und sind branchenübergreifend auf ein starkes Interesse gestoßen“,  betonte Prof. Dr. Lothar Kroll, Koordinator und Sprecher des einzigen Bundesexzellenzclusters für Leichtbauforschung MERGE, der an der TU Chemnitz angesiedelt ist.  
 
„Das Fachmessen-Quartett machte es möglich, auch Unternehmen anderer Branchen kennenzulernen. Wir hatten beispielsweise gute Gespräche mit Experten aus dem Maschinenbau und der Papierindustrie. So etwas hilft, eine gewisse Betriebsblindheit zu überwinden“, resümierte Andreas Ludwig, Geschäftsführer der in Thüringen ansässigen Thorey Gera Textilveredelung GmbH. 

Andreas Hämmerle, Geschäftsführer der Teccno Tex GmbH, Höchst, und Koordinator des österreichischen Gemeinschaftsstandes, schätzte ein, dass sich die erstmalige Teilnahme an der mtex in jeder Hinsicht gelohnt habe: „Wir konnten interessante Kontakte herstellen beziehungsweise weiterentwickeln. Wir haben konkrete Anfragen mitgenommen und sogar schon kleinere Aufträge erhalten. Ich bin sicher, dass in Zukunft Projekte mit Partnern aus der sächsisch-thüringischen Industrieregion zustande kommen.“ Mit einer Kollektivschau demonstrierten die Vorarlberger Textilhersteller Alge Elastic GmbH, Lustenau; ARULA GmbH, Mäder;  Spinnerei Feldkirch GmbH, und V-Trion GmbH, Hohenems, ihre Innovationskraft.
 
Ronald Gerbeth, Verkaufsleiter der Zwickauer Kammgarn GmbH,  hob die Qualität der Messekontakte hervor: „Unter anderem konnten wir Gäste aus Süddeutschland und aus Österreich begrüßen. Da die Messe ganz in der Nähe unseres Firmensitzes stattfand, haben wir mit relativ geringem Aufwand ein sehr gutes  Ergebnis erreicht. Ein Lob gilt der professionellen Organisation der Fachmessen insgesamt.  Beim nächsten Mal hoffen wir auf noch mehr Präsenz von Automobilzulieferern.“
 
Große Beachtung in der Fachwelt fand der erstmals vergebene Innovationspreis der „mtex“. Die Auszeichnung erhielt  Christian Franz vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungs­werkstofftechnik (ITM) der TU Dresden. Der 28-jährige Diplom-Ingenieur wurde für seine Leistungen im Rahmen des Forschungsprojekts „Kettengewirkestrukturen mit Funktionsintegra­tion“ geehrt. Er entwickelte eine Technologie, mit der z. B. die für Elektro­autos benötigten leichtgewichtigen textilen Heizelemente weitaus effektiver als bisher hergestellt werden können ( weitere Informationen hierzu auf www.mtex-chemnitz.de).
 
Metall-, Holz-, Textil- und Kunststoffverbunde spielten die dominierende Rolle auf der Leichtbau-Ausstellung für den Maschinen- und Anlagenbau „LiMA“. Eine Weltneuheit präsentierten die Chemnitzer Entwickler von Voith Engineering Services und des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik. Sie stellten das 1:1-Modell eines Leichtbau-Triebkopfs für einen Hochgeschwindigkeitszug vor, der in Aluminiumschaum-Sandwich-Bauweise gefertigt wurde. Damit  ist eine Gewichtsersparnis von bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Schienenfahrzeugkonzepten möglich. 
 
Forscher der TU Chemnitz zeigten ein Hängefördersystem mit Holzverbund-Profilen für die Automobilindustrie.  Composite-Know-how offerierte die Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH aus Obertshausen. Das Unternehmen entwickelt und produziert u. a.komplexe Profile und Hohlkörper bis zu sieben Metern Länge in Hybridbauweise.
 
Regen Zuspruch verzeichnete der zur Gewinnung von Berufsnachwuchs veranstaltete „Fachkräfte- und Studententag“ der „Chemnitzer Fachmessen“ am 16. Mai.  Die nächste Auflage des Messe-Quartetts wird im Mai 2016 stattfinden.

Messekontakt:                                                                         Pressekontakt:
C³ Chemnitzer  Veranstaltungszentren GmbH                  Ina Reichel
Projektleiter Fachmessen André Rehn                               Freie Journalistin
Tel.: 0371 / 380 38 106                                                           Tel.: 0371 / 77 435 10
Fax: 0371 / 380 38 109                                                           Fax: 0371 / 77 435 11
E-Mail: a.rehn@c3-chemnitz.de                                            E-Mail: inareichel@ma-reichel.de