LIMA
Die Leichtbaumesse
29. - 30. Mai 2018
Messe Chemnitz

Chemnitzer Messe ist Sachsens Industrie-Treffpunkt 2016

27. Mai 2016

280 Aussteller laden vom 31. Mai bis 2. Juni zu LiMA, mtex+ und SIT ein – Attraktives Begleitprogramm zu Schlüsselthemen Technische Textilien, Leichtbau und Digitalisierung – Technologie-Transfer-Event - Fachkräfte- und Studententag zur Gewinnung von

Chemnitz ist 2016 der Treffpunkt für Sachsens Industrie. Vom 31. Mai bis 2. Juni laden die Leichtbaumesse LiMA, die Messe für Technische Textilien mtex+ und die Sächsische Industrie- und Technologiemesse SIT in das sächsische Industriezentrum ein. 280 Aussteller aus Deutschland, Israel, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz und Tschechien haben sich für dieses Messe-Trio unter dem Dach „Mehrwert³“ angemeldet.

„Wir freuen uns, dass das neue branchenübergreifende Konzept der Fachmessen gut angenommen wird. Das zeigt sich nicht nur am Interesse der Aussteller aus insgesamt sieben Ländern, sondern ebenso an den zahlreichen Anfragen zur Durchführung von Fachveranstaltungen, die wir von Wirtschafts- und Fachverbänden erhalten haben. Damit erwartet die Besucher sowohl ein vielfältiges Ausstellungsspektrum zu Technischen Textilien, Leichtbaulösungen, Fertigungsverfahren, Zuliefer- und IT-Dienstleistungen für viele Branchen als auch ein attraktives Begleitprogramm zu aktuellen Fach- und Wirtschaftsthemen“, sagt Michael Kynast, Geschäftsführer des Messeveranstalters C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH.

Textilien mit integrierten Funktionen Schwerpunkt auf der mtex+
Die mtex+ hat ihr Leistungsspektrum über Mobiltextilien hinaus erweitert. Gezeigt werden Hochleistungstextilien mit integrierten Zusatzfunktionen für Anwendungen in vielen Branchen. Einen Schwerpunkt setzt die Schau 2016 auf Medizin- und Gesundheitstextilien. „Unsere mittelständischen Produzenten und Forschungsinstitute entwickeln und erzeugen Medizin- und Gesundheitstextilien, die höchsten Ansprüchen von Ärzten, Pflegepersonal und Patienten genügen. Wir stellen jedoch immer wieder fest, dass diese Hightech-Produkte gerade in der heimischen Gesundheitswirtschaft noch nicht im gewünschten Maße zum Einsatz kommen“, erläutert Bertram Höfer, Hauptgeschäftsführer des in Chemnitz ansässigen Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti): „Das liegt aus unserer Sicht vor allem an eingefahrenen Gleisen im Textilmanagement von Kliniken und Pflegeheimen, an marktbeherrschenden Strukturen beim Vertrieb von Gesundheitstextilien, am noch ungenügenden Bekanntheitsgrad unserer Produkte in Kliniken, Praxen und Sanitätshäusern sowie an bürokratischen Hürden bei der Zulassung von neuartigen Textilerzeugnissen als Medizinprodukte.“ Deshalb hatte der vti schon 2015 das vom sächsischen Wirtschaftsministerium geförderte Projekt „health.textil“ gestartet. In einer mtex+-Sonderschau stellen die Partner innovative Medizin- und Gesundheitstextilien vor. Zum Symposium „Zukunft Textil“ am 1. Juni diskutieren Gesundheits- und Textilexperten u. a., wie mit neuen textilen Entwicklungen Genesungsprozesse und Klinikabläufe begünstigt werden können. Auch tschechische Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind auf diesem Gebiet aktiv und besitzen ebenso Know-how für weitere Anwendungen Technischer Textilien. Die Nachbarrepublik ist erstmals Partnerland der mtex+.

Branchenübergreifende Leichtbaulösungen auf der LiMA
Auch auf der LiMA spielen Technische Textilien eine Rolle, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil moderner Hochleistungs-Leichtbaumaterialien. Renommierte Forschungseinrichtungen und Unternehmen präsentieren ihr Know-how für serienfähigen Leichtbau mit textilen, metallischen und Kunststoffwerkstoffen sowie Materialverbunden. Auf einem Gemeinschaftsstand stellt der Schienenfahrzeugentwickler Voith Engineering Services Chemnitz mit den Partnern Cotesa Mittweida, Lakowa Wilthen, RCS Königsbrück, Havel metal foam Brandenburg, Fraunhofer IWU und TU Chemnitz Leichtbaulösungen für die Bahntechnik vor. Sie zeigen Potenziale in diesem Bereich am Beispiel eines Triebzuges der Reihe VT 642, einem der meistgenutzten Wagen im bundesdeutschen Regionalverkehr. In einer großflächigen 3D-Visualisierung wird dargestellt, an welchen Stellen herkömmliche Teile durch neu entwickelte Leichtbaukomponenten ersetzt werden. Material- und Komponentenbeispiele sind auch real auf dem Messestand platziert. Dazu gehört eine Leichtbau-Zughaube, die hervorragende mechanische Eigenschaften mit höchsten Brandschutzanforderungen kombiniert und damit alle gängigen Normen der Schienenfahrzeugindustrie in diesem Bereich erfüllt. Weiterhin werden Bauteile aus Kohlefaserverbundwerkstoffen, neuartige Kunststoff-Komponenten für die Innenausstattung sowie Sandwich-Strukturen aus Aluminiumschaum vorgestellt.

Wie der nachwachsende Rohstoff Holz zu Material- und Energieeffizienz beiträgt, zeigen die Wissenschaftler der Professur Fördertechnik der TU Chemnitz in einer Sonderschau. Sie stellen u. a. den Demonstrator einer hängenden Montagevorrichtung vor, die für einen deutschen Automobilhersteller entwickelt und gefertigt wurde. Dieser sogenannte C-Haken aus Holz ist um etwa 60 Prozent leichter als eine konventionelle Stahlkonstruktion und trägt durch sein geringeres Gewicht zu einem energieeffizienten Betrieb der Fördertechnik bei. Skid-Förderer, die für den innerbetrieblichen Karosserietransport bereits im Einsatz sind, ein Höhenförderer sowie ein Montagetisch inklusive modularem Gestellsystem und neu patentiertem Eckverbinder sind weitere Entwicklungen in leichter, leiser und ökologisch vorteilhafter Holzbauweise.

Technologietransfer und Digitalisierung wesentliche Themen der SIT
Die Sächsische Industrie- und Technologiemesse SIT bildet die komplette Bandbreite des verarbeitenden Gewerbes ab – von Finalproduzenten und Zulieferern des Maschinen- und Fahrzeugbaus über Unternehmen der Metall-, Kunststoff- und Elektrotechnik bis hin zu industrienahen Dienstleistern aus dem Engineering- und IT-Bereich sowie Einrichtungen der angewandten Forschung. Einen Fokus legt die Messe auf die Präsentation erfolgreicher Technologietransfer - Projekte, die von den ausstellenden Forschungsinstituten und den Unternehmen vorgestellt werden. Integriert in die SIT ist das IT-Anwenderforum, das unter dem Thema „Strategie Zukunft - digitale Transformation für Unternehmen“ Digitalisierungslösungen für den Mittelstand an praktischen Beispielen vorstellt. Darüber hinaus wird das Thema am Abend des ersten Messetages prononciert auf dem 2. Sächsischen IT Summit diskutiert, der erstmals in Chemnitz stattfindet. „Die sächsische Software- und IT-Industrie besitzt umfangreiche Kompetenzen, um die Unternehmen bei der Umsetzung von Industrie 4.0 zu unterstützen. Diese Stärken wollen wir noch deutlicher zeigen, Sichtbarkeit erzeugen“, sagt Prof. Dr. Wolfram Hardt, Professur Technische Informatik der TU Chemnitz und Vorstandsvorsitzender des IT-Bündnisses Chemnitz. Das Bündnis veranstaltet gemeinsam mit dem Cluster IT Mitteldeutschland und Silicon Saxony den IT-Gipfel. Die drei Netzwerke bündeln ihre Kräfte zukünftig in der Initiative digital saxony und werden zum IT Summit eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnen, um gemeinsam richtungsweisende Projekte zur Stärkung des IT-Standortes Sachsen zu entwickeln.Auch die weiteren Fachveranstaltungen greifen die Themen und Trends auf, welche die Industrie gegenwärtig bewegen. Auf dem 2. Sächsischen Tag der Automation von VEMASinnovativ am 31. Mai stehen Automatisierungslösungen vorzugsweise zu den Themenkomplexen Mensch-Technik-Interaktion, Qualitätsüberwachung sowie Maschinen- und Anlagenautomatisierung im Mittelpunkt. Der mit einem Technologie-Transfer-Event verbundene 3. Chemnitzer Maschinenbautag des ICM - Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau diskutiert am 1. Juni das Thema Industrie 4.0 für KMU. Am gleichen Tag stellen Experten aus Forschung und Industrie Lösungskonzepte für modernen Leichtbau in einer VDMA-Innovationswerkstatt vor. Trends in der Textiltechnik beleuchtet die 15. Chemnitzer Textil-Technik-Tagung, die am 31. Mai und 1. Juni erstmals im Rahmen der Chemnitzer Fachmessen stattfindet. Am 2. Juni veranstaltet das Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Technologiegespräch zum Thema „Technische Textilien für innovative Anwendungen und Produkte – NanoMatTextil“.
Praxispartner der Messen ist die zur Schweizer Starrag Group gehörende Heckert GmbH. Der traditionsreiche Chemnitzer Werkzeugmaschinenhersteller verbindet seine Technology Days 2016 mit der Industrieschau. Messebesucher erhalten am Stand von Heckert alle Informationen zu den Technology Days. Von dort wird auch ein Shuttleverkehr zwischen Messearena und dem Unternehmen koordiniert.

Fachkräfte- und Studententag am 2. Juni
Zur Gewinnung von Berufsnachwuchs lädt am 2. Juni außerdem der Fachkräfte- und Studententag ein. „Die Fachmessen bieten das richtige Podium, auf dem sich Schüler, Studenten oder Absolventen über die beruflichen Perspektiven in der Region informieren und Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen können. Als Koordinator der Chemnitzer Fachkräfteallianz engagieren wir uns gemeinsam mit weiteren Partnern dafür, die vielfältigen Chancen für attraktives Arbeiten und Leben bei uns aufzuzeigen, zum Bleiben bzw. zum Zurückkommen zu animieren“, sagt Sören Uhle, Geschäftsführer der CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft. Neben Kontakten beim Speeddating werden ein Bewerbungsmappencheck und das kostenfreie Anfertigen von Bewerbungsfotos angeboten. Außerdem zeigen Experten aus Industrie, Handwerk und Forschung berufliche Perspektiven für verschiedene Branchen auf und geben Impulse für Existenzgründungen. Schüler und Studenten erhalten zum Fachkräfte- und Studententag freien Eintritt.
Partner der Messen LiMA, mtex+ und SIT sind die CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, die Industrie- und Handelskammer Chemnitz, der Industrieverein Sachsen 1828 e. V. und der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V.

Pressekontakt:
Ina Reichel
Freie Journalistin
Tel.: 0371 / 77 435 10
E-Mail: inareichel@ma-reichel.de