C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH
Messeplatz 1, 09116 Chemnitz
   
Stand / Druckdatum: 23.05.2017

News LiMA 2014

 
 
 
Die Leichtbaumesse // 29. Mai bis 30. Mai 2018 // Messe Chemnitz
Exhibition for Lightweight Design // 29 May to 30 May 2018 // MESSE Chemnitz

NEWS - LiMA

 
 
 

Hohe Ehre für Carbonbeton-Forscher

Preisverleihung deutscher Zukunftspreis
Drei Carbonbeton-Forscher der TU Dresden sind mit dem Deutschen Zukunftspreis für Technik und Innovation 2016 geehrt worden. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung am 30. November in Berlin. Gemeinsam mit ihren Teams hatten Prof. Dr.-Ing. habil. Dipl.-Wirt. Ing. Chokri Cherif, Direktor des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM), Prof. Dr.-Ing.  Manfred Curbach, Direktor des Instituts für Massivbau,  und Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Offermann, ITM-Direktor bis 2005 und Vorstandsvorsitzender des Verbandes TUDALIT, einen mit Carbonfasern bewehrten Beton entwickelt.

Carbon ist viermal leichter und sechsmal tragfähiger als Stahl. Carbonbeton ist widerstandsfähiger und beständiger als herkömmlicher Stahlbeton, da er nicht rostet. Bauteile und Bauwerke können filigraner konstruiert werden; mehr als 50 % Materialeinsparung sind möglich. Damit gehen auch die Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes einher. Carbonbeton ermöglicht die Kombination mit Zusatzfunktionen wie Dämmen, Heizen oder Überwachen von Gebäuden. Das Material eignet sich sowohl für Neubauten als auch für die Verstärkung bestehender Bauwerke. Die Lebensdauer von Gebäuden, Brücken und Masten kann durch Auftragen einer dünnen Schicht Carbonbeton deutlich erhöht werden. Schon seit 2006 werden weltweit alte Bauwerke, z. B. ein Kaufhaus in Prag oder Zuckersilos in Uelzen, mit diesem Verfahren verstärkt.  Die Bedeutung der Carbonbeton-Technologie erkannte auch das Bundeministerium für Bildung und Forschung und fördert den 2014 gegründeten Verein C³ – Carbon Concrete Composite e. V. mit bis zu 43 Millionen Euro. Der C³ e. V. ist ein interdisziplinäres Netzwerk aus mehr als 150 Partnern aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden, die gemeinsam die Einführung des Materials auf dem Markt vorantreiben. 

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Bei der Preisübergabe in Berlin (v.l.): Prof. Chokri Cherif, Prof. Manfred Curbach, Bundespräsident Joachim Gauck und Prof. Peter Offermann Foto: © Bildschön / Deutscher Zukunftspreis
 
 
 
 

Leistungsschau von Wirtschaft und Wissenschaft mit internationaler Anziehungskraft

Gute Resonanz für neues branchenübergreifendes Konzept der Fachmessen LiMA, mtex+ und SIT

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Als Schaufenster einer starken Wirtschafts- und Wissenschaftsregion präsentierten sich vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 LiMA, mtex+ und SIT mit IT-Anwenderforum in der Messe Chemnitz. Mehr als 3.500 Besucher informierten sich an den Ständen der über 280 Aussteller zu Neu- und Weiterentwicklungen auf den Gebieten Technische Textilien, Leichtbaulösungen, Automatisierungs- und Produktionstechnik sowie Zuliefer- und IT-Dienstleistungen für nahezu alle Industriezweige. „Das neue branchenübergreifende Konzept des Fachmessen-Verbundes haben sowohl die Aussteller als auch die Besucher gut angenommen. Damit konnten wir auch eine deutlich über die Region hinausreichende Wirkung erzielen wie beispielsweise die Besuche chinesischer oder tschechischer Wirtschaftsdelegationen zeigten, die sich insbesondere für die hiesigen Kompetenzen bei Leichtbau, Technischen Textilien und im Maschinenbau interessierten“, betont Michael Kynast, Geschäftsführer des Messeveranstalters C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH. 
 
International aufgestellt waren insbesondere die Messen mtex+ und LiMA mit Ausstellern und Besuchern aus Belgien, China, Deutschland, Frankreich, Israel, den Niederlanden, Österreich, Polen, Tschechien und der Schweiz. Auf der mtex+ fanden vor allem die Produktentwicklungen für den Medizin- und Gesundheitsbereich sowie das damit gekoppelte Symposium zur Zusammenarbeit zwischen Kliniken sowie Pflegeeinrichtungen und der Textilindustrie großen Anklang. Gut vertreten in diesem Bereich waren auch Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Tschechien. Die Nachbarrepublik war Partnerland der mtex+. Die Assoziation der Textil- und Bekleidungsindustrie ATOK aus Tschechien und der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti) schlossen im Rahmen der Messe einen Kooperationsvertrag ab. Darin vereinbarten die Verbände u. a. die Entwicklung und Umsetzung beiderseits nutzbringender Projekte, die gegenseitige Unterstützung bei Branchenmessen sowie die enge Abstimmung bei der Durchsetzung der Interessen ihrer Mitgliedsbetriebe auf europäischer Ebene.
 
Auf der LiMA präsentierten sich mit dem Bundesexzellenzcluster MERGE der TU Chemnitz, dem Institut für Metallformung der TU Bergakademie Freiberg und den Instituten für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstoffe sowie für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden die renommierten  universitären Leichtbau-Forschungszentren Sachsens erstmals unter einem Dach. Gemeinsam mit Unternehmen der Region stellten sie ihr Know-how im Leichtbau mit textilen, metallischen und Kunststoff-Werkstoffen sowie Verbunden daraus vor. Mit dieser Breite in der Material-Ausrichtung besitzt die LiMA eine Alleinstellung in Deutschland. Den Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft unterstützte die VDMA-Innovationswerkstatt Leichtbau. Auf großes internationales Interesse u. a. aus China stieß die Gemeinschaftsausstellung des Chemnitzer Schienenfahrzeugentwickler Voith Engineering Services und weiterer regionaler Partner zu Leichtbauentwicklungen für die Bahntechnik.
 
Industrielle Schlüsselthemen wie Automatisierung und Digitalisierung bestimmten das Ausstellungs- und Veranstaltungsspektrum der SIT. Vor allem mittelständische Unternehmen aus Sachsen nutzten die Schau, um ihre Produkte und Leistungen für den Maschinen- und Fahrzeugbau, die Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie die Elektro- und Textilindustrie vorzustellen. Lösungen für kosten-, zeit- und ressourceneffizientes sowie vernetztes Produzieren bildeten sowohl an den Messeständen als auch im IT-Anwenderforum einen Schwerpunkt. Dem Thema Vernetzung in technologischer wie geschäftlicher Hinsicht widmete sich der erstmals in Chemnitz durchgeführte 2. Sächsische IT Summit, Treffpunkt der Digitalwirtschaft des Freistaates. Ausdruck dafür war der Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen dem Branchennetzwerk Silicon Saxony, dem IT-Bündnis Chemnitz und dem Cluster Informationstechnologie Mitteldeutschland e. V., mit dem sich die sächsische IT- und Softwareindustrie in der Initiative digital saxony gemeinsam strategisch ausrichtet. Der Einsatz von IT-Technologien in der Fertigung unter dem Aspekt Industrie 4.0 prägte auch den gut besuchten 2. Sächsischen Tag der Automation sowie den 3. Chemnitzer Maschinenbautag – Das Technologie-Transfer-Event.
 
Der letzte Messetag am 2. Juni stand ganz im Zeichen der Gewinnung von Berufsnachwuchs. Schüler und Studenten hatten freien Eintritt und konnten sich sowohl an den Ständen der Aussteller als auch am zentralen Treffpunkt bei der CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft über Angebote für Jobs, Ausbildungsplätze, Praktika und Studienarbeiten informieren.
 
Partner der Messen LiMA, mtex+ und SIT waren die CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, die Industrie- und Handelskammer Chemnitz, der Industrieverein Sachsen 1828 e. V. und der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti).
 
 
 
 

Leichtbauforschung mit „Leuchtturm-Charakter“

Neue Stiftungsprofessur „Hochleistungsfasern und Verarbeitung“ wurde am 21. März 2016 an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz eingerichtet

Pressemitteilung der Technischen Universität Chemnitz

Dank ihrer hervorragenden mechanischen Eigenschaften bei geringem Gewicht gewinnen Kohlenstofffasern als Hochleistungswerkstoffe immer mehr an Bedeutung. Deren Masseneinsatz wird zukünftig weltweit alle Leichtbausegmente des Automobil-, Energie- und Luftverkehrsmarktes beeinflussen - vor allem mit Blick auf die Umwelt- und Klimaschutzpolitik. Kohlenstofffasern können dank ihrer Leichtbaueigenschaften, neuen Konstruktionsfreiräumen und Möglichkeiten zur Funktionsintegration einen wesentlichen Beitrag zur Ressourceneffizienz leisten. Diesen positiven Eigenschaften steht allerdings bisher eine ressourcen- und kostenintensive Herstellung gegenüber. Um eine wirtschaftliche und stabile Prozesskette - insbesondere in den verfahrenstechnologischen Schritten der Stabilisierung und Carbonisierung - zu erreichen, besteht hoher Forschungsbedarf.

Um möglichst viele komplexe Fragestellungen auf diesem Gebiet wissenschaftlich zu klären, wurde am 21. März 2016 am Institut für Strukturleichtbau der Technischen Universität Chemnitz die Stiftungsprofessur „Hochleistungsfasern und Verarbeitung“ für die Dauer von sechs Jahren eingerichtet. Als Stifter, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom „Molekül zum Bauteil“ aufgestellt sind, engagieren sich die DowAksa Switzerland GmbH mit Sitz in Horgen/Schweiz, die Dow Deutschland Inc. mit Sitz in Schwalbach und die P-D FibreGlass aus Oschatz. Die Stifter tragen gemeinsam die Kosten der Stiftungsprofessur inklusive einer Grundausstattung. Die TU Chemnitz sorgt für die Infrastruktur.

An der Stiftungsprofessur „Hochleistungsfasern und Verarbeitung“ sollen künftig Maschinenbauingenieure, Verfahrenstechniker, Chemiker und Physiker interdisziplinär forschen. Neue technologische Erkenntnisse werden schnell in die universitäre Lehre eingebunden – insbesondere in den Masterstudiengängen Leichtbau sowie Merge Technologies for Resource Efficency. Prof. Dr. Lothar Kroll, Dekan der Fakultät Maschinenbau und Direktor des Instituts für Strukturleichtbau, betont: „Dieses Zusammenwirken von Wissenschaft und Praxis,  flankiert von einer hochmodernen technischen Ausstattung zur Herstellung von Kohlenstoffasern, wird bald für die Technische Universität Chemnitz ein Alleinstellungsmerkmal mit Leuchtturm-Charakter in Europa darstellen.“ So soll laut Aussage von Kroll gemeinsam mit der CarboSax GmbH  eine Pilotanlage zur Carbonfaserherstellung in Chemnitz aufgebaut werden. „Die neue Stiftungsprofessur will auch mit der German Australian Cooperation Initia!tive zusammenarbeiten, deren umfangreiches Know-how auf dem Gebiet der Herstellung von Kohlenstofffasern in die Chemnitzer Forschungsarbeiten einfließen soll“, sagt der Dekan.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Lothar Kroll, Telefon 0371531-35706, E-Mail lothar.kroll@mb.tu-chemnitz.de

 
 
 
 

TRIP-Matrix-Composite: Verbundwerkstoffe aus Stahl und Keramik mit hohem Leichtbaupotential

TU Bergakademie Freiberg, Sonderforschungsbereich 799

LiMA 2016_Wabenkörper mit Kagome-Struktur
Die auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinende Werkstoffkombination aus Stahl und Keramik zeigt bei näherer Betrachtung ein erhebliches Potential bei der Energieaufnahmefähigkeit und Verschleißbeständigkeit. Das resultiert aus der Entwicklung spezieller TRIP (TRansformation Induced Plasticity)-Stähle, die mit einer ebenfalls umwandlungsfähigen Magnesium-teilstabilisierten Zirkoniumdioxid-Keramik (Mg-PSZ). Mittels pulvermetallurgischer, keramischer und schmelzmetallurgischer Technologien können daraus verschiedene Verbundwerkstoffen erzeugt werden. So lassen sich sehr filigrane Strukturen, wie z. B. Wabenkörper, Voll- und Hohlkugeln sowie metallo-keramische Papiere, herstellen, die neben den guten mechanischen Eigenschaften ein geringes spezifisches Gewicht und somit ein hohes Leichtbaupotenzial aufweisen.

Die Wabenkörper aus einer plastifizierten Mischung aus Stahl- und Keramikpulvern werden mittels Extrusion bei Raumtemperatur in beliebiger Geometrie und Länge hergestellt. Durch das abschließende Sintern erhalten sie ihre endgültigen Eigenschaften. Die spezifische Energieabsor-ption konnte seit Beginn der Forschungsarbeiten des SFB 799 im Jahr 2008 auf fast das Dreifache, ca. 240 MJ/m3, erhöht werden. Diese Strukturen, die sich mittels Schlicker und anschließendem Sintern hochbelastbar fügen lassen, eignen sich hervorragend für crash-beanspruchte Bauteile in Schienen- und Straßenfahrzeugen.
 
LiMA 2016_Makrostruktur aus Metallo-keramischen Kugeln
Die metallo-keramischen Voll- und Hohlkugeln mit einem Durchmesser von 1,3 bis 3,2 mm werden schlickerbasiert unter Verwendung von Alginaten erzeugt. Durch einen chemischen Prozess geliert der wässrige Schlicker nach dem Eintropfen in eine Härterlösung Über anschließendes Trocknen, Entbindern und Sintern können sowohl Einzelkugeln als auch Kugelmakrostrukturen hergestellt werden. Die partikelverstärkten Kugeln weisen ein höheres spezifisches  Energieabsorptionsvermögen auf, als Kugeln aus reinem Stahl.

Insbesondere bei geringen Dehnungen (<15 %) erreichen
die Hohlkugeln höhere Werte als die Vollkugeln. Die Hohlkugeln können, ähnlich wie Schaumstrukturen, als Schüttung von Einzelkugeln oder auch als vorgeformte Makrostrukturen verstärkende und gewichtsreduzierende Inlays für die Herstellung von Bauteilen mittels Metallschmelzinfiltration darstellen.
 
LiMA 2016_Metallo-keramisches Papier
Ausgehend von der Zielstellung, flache metallo-keramische Verbundwerkstoffe herzustellen, die flexibel und vielseitig zu profilierten Leichtbaustrukturen verarbeitet werden können, wurden im SFB 799 Verbundwerkstoff-Papiere entwickelt. Die Papiere besitzen Dicken von <1,0 mm und Gesamtporositäten von >60 %. Diese flachen Verbundwerkstoffe bieten die Möglichkeit, ähnlich wie mit herkömmlichem Papier, hochbelast-bare Profile oder Schichtstrukturen für Leichtbauanwendungen herzustellen. Zusätzlich können die flachen Halbzeuge nachträglich mit verschiedenen Profilierungen versehen werden
(z. B. „Wellpappestruktur“).

Bildtext:
Abbildung 1: Wabenkörper mit Kagome-Struktur
Abbildung 2: Makrostruktur aus metallo-keramischen Kugeln
Abbildung 3: Metallo-keramisches Papier
 
 
 

Innovative Feinbleche aus TRIP/TWIP-Stahl – Entwickelt an der TU Bergakademie Freiberg

Korrosionsbeständige Feinbleche aus TRIP/TWIP-Stählen sind material- und kostensparend.

LiMA_Wärmetauschlamellen TU Bergakademie Freiberg 2016
Korrosionsbeständige Feinbleche mit Materialstärken von weniger als 1 mm werden als Streck- und Tiefziehbleche verwendet und z. B. in Platten- und Lamellenwärmetauschern eingesetzt. Für diesen
Zweck haben sich bislang die kommerziellen austenitischen CrNi-Stähle, wie z. B. 1.4301 und 1.4404 bewährt. Aufgrund ihres relativ hohen Nickelgehalts sind diese Stähle jedoch kostenintensiv.

Im Vergleich dazu weist der am Institut für Eisen- und Stahltechnologie der TU Bergakademie Freiberg entwickelte, kostengünstige austenitische CrMnNi-Stahl ein höheres Kaltumformvermögen und gleichfalls eine hohe Korrosionsbeständigkeit auf. Das kostenintensive Legierungselement Nickel wurde teilweise durch Stickstoff und Mangan ersetzt. Darüber hinaus ist die chemische Zusammensetzung des Stahles so abgestimmt, dass während der Kaltumformung ein TRIP/TWIP-Effekt ausgelöst wird. Dadurch verbessern sich die Zähigkeits- und Festigkeitseigenschaften gleichzeitig. Im Herstellungsprozess der Feinbleche lassen sich Kaltumformstufen und Zwischenglühungen einsparen, wenn die Kaltumformbedingungen auf die chemische Zusammen-setzung des Stahles und die induzierten Plastizitätseffekte abgestimmt werden.
 
LiMA_verformter Plattenwärmetauscher TU Bergakademie Freiberg 2016
Das in einer industriellen Kleincharge gefertigte Feinblech aus austenitischem CrMnNi-Stahl ist erfolgreich in Platten- und Lamellenwärmetauschern der Firmen WÄTAS GmbH und GESMEX GmbH eingesetzt und getestet worden. Dadurch kann zukünftig eine kostengünstige Fertigung von Wärmetauschern in Aussicht gestellt werden.

Der Einsatz der innovativen Feinbleche führt zu folgenden Vorteilen:
  • Materialeinsparung durch schlankere Dimensionierung der Bauteile infolge höherer Festigkeit
  • Erhöhte Bruchsicherheit der Bauteile aufgrund der hohen Zähigkeit des Stahls
  • Senkung der Legierungskosten um 30-47 % durch den um 6-8 Gew.-% reduzierten Nickelgehalt
  • Hohe Korrosionsbeständigkeit des neu entwickelten CrMnNi-Stahls

Die Forschungsarbeiten wurden im Vorhaben 033R073 durch das BMBF gefördert.

Bildtext:
Abbildung 1: Wärmetauscherlamellen
Abbildung 2: stark verformter Plattenwärmetauscher nach dem Bersttest
 
 
 

Brisante Leichtbau-Themen auf 15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung – CTT erstmals mitten im Messegeschehen

Rainer Wallasch, Ramon Tirschmann (beide IST) und Olaf Rohde (Cetex) (v.l.) bei der Besprechung zu Einzelkomponenten des eigens entwickelten neuartigen Orbitallegekopfes zur Verarbeitung thermoplastischer faserverstärkter UD-Tapes. Die im Rahmen des Bunde
„Textiltechnik als Schlüsseltechnologie der Zukunft“ lautet das Motto der 15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung (CTT) am 31. Mai und 1. Juni 2016 in der Messe Chemnitz. Die Tagung ist in die Themenkomplexe „Ressourceneffiziente Textilmaschinen und Verfahren“; „Smart Textiles“;  „Halbzeuge und Preformtechnologien“; „Prozessautomatisierung und -kontrolle“, „Verbundbauteile in Leichtbauweise“, „Prozess- und Struktursimulation“ sowie „Nachhaltigkeit textiler Prozesse und Produkte“ gegliedert. Rund 50 renommierte Textilmaschinenbau-, Textil- und  Leichtbau-Experten aus Deutschland und der Schweiz halten Vorträge zu jüngsten Entwicklungen auf diesen Gebieten.
 
„Textile Technologien für Hochleistungsstrukturen in Großserie“ ist der Titel des einleitenden Plenarvortrags von Prof. Lothar Kroll, Direktor des Instituts für Strukturleichtbau und des An-Instituts Cetex der TU Chemnitz, Leiter des STEX-Forschungszentrums STEX am Fraunhofer IWU, Chemnitz.  Thematisch korrespondiert damit der Vortrag „Textiltechnik für die automobile Großserienfertigung von  Karosseriestrukturbauteilen“ von Daniel Hofbauer, BMW Group, Landshut . Alexander Gundling, Carbon Composites e.V. (CCeV.), spricht zu Zielen und Projekten seiner Vereinigung. Aktuelle Trends auf dem europäischen Composite-Markt stehen im Mittelpunkt der Ausführungen von Volker Mathes, AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V., Frankfurt/Main.  
 
Veranstalter der 15. CTT sind der Förderverein Cetex Chemnitzer Textilmaschinenentwicklung e. V.; die Institute für Strukturleichtbau (IST) und für Fördertechnik und Kunststoffe (ifk) der TU Chemnitz, das Sächsische Textilforschungsinstitut e. V. (STFI), Chemnitz, und der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (vti). Sie erwarten weit über 200 Konferenzteilnehmer aus dem In- und Ausland. Attraktiver Mehrwert erwächst für die Tagungsgäste durch die erstmalige organisatorische Verknüpfung mit der CTT mit der 6. mtex+ - Int. Messe für Technische Textilien, der 4. Leichtbaumesse LiMA, und der Technologiemesse SIT, die vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 am selben Ort stattfinden. „Unsere Tagungsteilnehmer können die Messen kostenfrei besuchen“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Nendel, Vorstandsvorsitzender des Cetex-Fördervereins.  

Anmeldung unter:  www.chemtextiles.de

Bildbeschreibung: Rainer Wallasch, Ramon Tirschmann (beide IST) und Olaf Rohde (Cetex) (v.l.) bei der Besprechung zu Einzelkomponenten des eigens entwickelten neuartigen Orbitallegekopfes zur Verarbeitung thermoplastischer faserverstärkter UD-Tapes. Die im Rahmen des Bunde

Foto: Wolfgang Schmidt
 
 
 
 

International preisgekrönte Neuheit aus der TU Dresden:

Gewebte Halbzeuge für Leichtbau-Anwendungen in diversen Branchen

ITM TU Dresden_Halbzeuge mtex+ 2016
Eine international stark beachtete Neuheit stellen die Institute für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) und für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden bei den Chemnitzer Messen mtex+ und LiMA vor:  Wissenschaftler des ITM haben innerhalb des Sonderforschungsbereiches (SFB) 639 „Textilverstärkte Verbundkomponenten für funktionsintegrierende Mischbauweisen bei komplexen Leichtbauanwendungen“  eine flexible Webtechnologie zur Fertigung von komplexen dreidimensionalen (3D) Halbzeugen für die Anwendung als Faserkunststoffverbunde (FKV) im Leichtbaubereich entwickelt. Die gewebten 3D-Halbzeuge in Form von Schale-Rippen-Strukturen und Abstandsstrukturen werden aus hochleistungsfähigen Carbon-, Glas- oder Hybridgarnen in einem einzigen Prozessschritt gefertigt. Zudem lassen sich beide Grundformen miteinander kombinieren, so dass eine enorme Vielfalt an Formen und Eigenschaften möglich wird. 

Für seine besonderen Verdienste um diese Neuentwicklung erhielt Adil Mountasir, Doktorand am ITM, unlängst in Paris den mit 8.000 Euro dotieren Théophile Legrand International Award for Innovation in Textile Industry Service 2016. Die neue Webtechnologie ermöglicht die kostengünstige Herstellung von endkonturgerechten textilen 3D-Halbzeugen mit definiert einstellbaren mechanischen Eigenschaften und vorbereiteten Fügestellen zur Integration von weiteren Funktions- und Lasteinleitungselementen. Dies führt zu einer hochgradig automatisierten Fertigung für FKV-Bauteile mit komplexer Geometrie. So wurde vom SFB 639 ein Fahrzeugsystemträger entwickelt, in den u. a. die gewebten 3D-Halbzeuge integriert sind. Er wird am Gemeinschaftstand von ITM und ILK der TU Dresden zu sehen sein.  Zukünftig können die neuartigen Abstandsstrukturen im Leichtbausektor eingesetzt werden, z. B. für Fußböden, Seitenwände oder Kofferaufbauten von Land- und Wasserfahrzeugen aller Art; für verstärkte Schalen im Rumpf von Flugzeugen; für doppelwandige Sicherheitsbehälter in Chemieanlagen sowie für Kapselungen an Werkzeugmaschinen und Turbinen.   http://tu-dresden.de/mw/itm


Bildtext:  Faserkunststoffverbund aus einem gewebten 3D-Halbzeug, bestehend aus einer kombinierten Schale-Rippen-Abstandsstruktur.  

Foto: ITM der TU Dresden
 
 
 

Professor Hubert Jäger neu im LiMA-Messebeirat - Leichtbau-Experte schlägt Brücke zwischen Forschung und Anwendung

LiMA 2016_Portrait Prof. Jäger
Prof. Dr. Hubert Jäger, Vorstandssprecher des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden und Inhaber der Professur für Systemleichtbau und Mischbauweisen, verstärkt den Beirat der Chemnitzer Leichtbaumesse LiMA. „Mit Professor Jäger konnten wir einen renommierten Leichtbau-Experten und Impulsgeber für die weitere Profilierung der LiMA gewinnen. Damit rücken auch die sächsischen Leichtbauzentren Chemnitz, Dresden und Freiberg noch enger zusammen und erhöhen ihre Strahlkraft nach außen“, betont Michael Kynast, Geschäftsführer des Messeveranstalters C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH.
Prof. Jäger bekleidete nach Chemie-Studium und Promotion über Carbonfaser-Polymer-Verbundwerkstoffe an der Universität Karlsruhe verschiedene operative und technologische Leitungspositionen bei der SGL Group, zuletzt als Leiter Konzernforschung Technologie und Innovation. Er ist Vorstandsvorsitzender des Carbon Composites e. V., Kuratoriumsmitglied des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung Würzburg sowie Beiratsmitglied des Instituts für Leichtbau mit Hybridsystemen der Universität Paderborn. Der Leichtbau-Experte steht für eine enge Verknüpfung von wissenschaftlicher Exzellenz mit unternehmensübergreifender Kooperation.
Mit dieser Expertise unterstützt er die neue branchenübergreifende Ausrichtung der LiMA, die bisher
als Leichtbaumesse für den Maschinen- und Anlagenbau konzipiert war. Im Fokus der vierten Auflage vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 stehen dabei alle Leichtbaumaterialien von Metallen über Kunststoffe, nachwachsende Rohstoffe, Textilien bis hin zu Verbundwerkstoffen, ebenso Maschinen, Werkzeuge und Verfahren zur Herstellung von Leichtbaukomponenten sowie neueste Konstruktions- und Entwicklungsmethoden für Leichtbaulösungen in allen Branchen.
Die LiMA findet wie bereits 2014 parallel zur Fachmesse mtex und zur Sächsischen Industrie- und Technologiemesse SIT statt.
Zu den Fachmessen im Mai 2014 hatten mehr als 300 Aussteller aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Indien, Israel und der Schweiz ihr Leistungsspektrum präsentiert. Unter den 5000 Messegästen konnten neben den deutschen Teilnehmern Fachbesucher aus Belgien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Israel, Japan, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Russland und Tschechien in Chemnitz begrüßt werden. 

Foto: Sebastian Spitzer/ILK/TU Dresde
 
 
 

Voith Engineering Services präsentiert mit Partnern Leichtbaulösungen für die Bahntechnik

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Leichtbaulösungen für die Bahntechnik stellt die Voith Engineering Services GmbH, Chemnitz in den Mittelpunkt ihres LiMA-Auftritts. Gemeinsam mit den Partnern Cotesa Mittweida, Lakowa Wilthen,
Havel metal foam Brandenburg, Fraunhofer IWU und TU Chemnitz offeriert der Schienenfahrzeugentwickler Potenziale in diesem Bereich am Beispiel eines Triebzuges der Reihe VT 642, einem der meistgenutzten Wagen im bundesdeutschen Regionalverkehr, den die DB Erzgebirgsbahn für die Messe zur Verfügung stellt. Während die Besucher auf dem Freigelände einen aktuellen Dieseltriebwagen dieser Serie sehen können, finden sie in der Halle eine großflächige 3D-Animation, die zeigt, an welchen Stellen herkömmliche Teile durch neu entwickelte Leichtbaukomponenten ersetzt werden.  Material- und Komponentenbeispiele sind auch real auf dem Messestand platziert. Dazu gehören Bauteile aus Kohlefaserverbundwerkstoffen, neuartige Kunststoff-Komponenten für die Innenausstattung sowie Sandwich-Strukturen aus Aluminiumschaum.
 
„In der Kombination von Material- und Strukturleichtbau liegen wesentliche Potenziale, um bei künftigen Schienenfahrzeuggenerationen Gewicht und damit Ressourcen zu sparen. Für die Triebwagen der VT 642-Reihe ist das bereits ein ganz aktuelles Thema, denn die Wagen werden auch zu Hybridantriebfahrzeugen umgerüstet. Das Gewicht der dafür notwendigen Antriebs- und Speichereinheiten kann nur durch Leichtbau an anderen Stellen substituiert werden“, betont Dr. Volkmar Vogel, Senior Vice President von Voith Engineering Services, und führt weiter aus: „Die Region hat auf dem Gebiet des Leichtbaus viel Know-how und Kompetenz zu bieten. Dazu gehören ebenso die Leistungen von Forschungseinrichtungen wie der TU Chemnitz sowie des Fraunhofer IWU z.B. bei Verbindungstechnologien für neue Werkstoffverbunde oder der Entwicklung von Bauteilen aus Naturfasern. Wir nutzen die LiMA nicht nur, um diese Leistungsfähigkeit zu demonstrieren, sondern laden gezielt führende Schienenfahrzeughersteller ein, um ihnen unsere Leichtbaulösungen zu präsentieren und bieten bereits im Vorfeld Kooperationen bei neuen Fahrzeugen an, die auf der Messe konkretisiert werden können und vielleicht schon zu ersten Anfragen führen“, umreißt Dr. Vogel das Akquisitionskonzept, das Voith Engineering Services mit dem LiMA-Auftritt verfolgt.
 
Das Vorgehen zeitigt bereits Erfolge, denn mehrere chinesische Unternehmen haben sich für einen Besuch in Chemnitz angemeldet. Voith Engineering Services arbeitet seit Jahren mit Schienenfahrzeugherstellern in Fernost zusammen. „Wir sehen gute Möglichkeiten, mit dem Potenzial der Region Forschungspartnerschaften zu initiieren und somit Arbeit nach Sachsen zu holen. Die Messe ist dafür ein wichtiger Schritt“, so Dr. Vogel.
 
Foto:
Zu den Innovationen der LiMA 2014 gehörte das Projekt „Blue Train“, ein Leichtbau- und Fertigungskonzept für einen Hochgeschwindigkeitszug, dass die Entwickler von Voith Engineering Services Chemnitz und dem Fraunhofer IWU Chemnitz erstmals der Öffentlichkeit präsentierten. Auch 2016 wird es einen Ausstellungsbereich zu Leichtbaulösungen in der Bahntechnik geben.
Foto: Messe Chemnitz/Kristin Schmidt
 
 
 
 

Chemnitzer Bundesexzellenzcluster MERGE mit neuem „High-Tech-Baustein“

LiMA 2016_Exzellenzcluster MERGE
Mit Fertigstellung des ersten Bauabschnitts für den Bundesexzellenzcluster „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen“ (MERGE) hat die TU Chemnitz Anfang Oktober 2015 einen außergewöhnlichen „High-Tech-Baustein“ für Forschung und Lehre erhalten. In den neuen Forschungshallen arbeiten Wissenschaftler verschiedener universitärer und außeruniversitärer Einrichtungen daran, heute noch getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen zusammenzuführen. Ziel ist, dass Mehrkomponenten-Bauteile in Großserie kostengünstiger und energieeffizienter produziert werden. „Multifunktionalität soll künftig nur in einem Verarbeitungsschritt entstehen“, betont Prof. Dr. Lothar Kroll, Sprecher von MERGE. Mit den Projektergebnissen des Clusters werden führende Märkte der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, des Maschinenbaus und der Mikrosystemtechnik bedient. „Für die beteiligten Unternehmen – insbesondere die sächsischen KMU – werden so wichtige Impulse für deren nachhaltige Geschäftsentwicklung gegeben“, versichert Prof. Kroll.
Herzstück der neuen Forschungseinrichtung ist die sogenannte MERGE-Maschine. Mit dem neuen Fertigungskomplex können verschiedene Technologien wie Spritzgießen und Innenhochdruckumformen und verschiedene Materialien wie Kunststoffe, Metalle und Textilien miteinander kombiniert werden. So entstehen Komponenten „in einem Schuss“ bzw. „in einer Wärme“, wie Prof. Kroll betonte. Zudem können damit gleichzeitig Sensoren und weitere elektronische Bauteile eingebunden werden.

Foto: Blick auf die MERGE-Maschine, das Herzstück der neuen Forschungshallen für den Bundesexzellenzcluster Leichtbau an der TU Chemnitz. Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhol
 
 
 

STEX: Neues Forschungszentrum für textile Strukturen am Fraunhofer-Institut IWU in Chemnitz

STEX_mtex+ 2016
Prof. Dr.-Ing. Lothar Kroll (l.) und Prof. Dr. Welf-Guntram Drossel.
Am Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU ist am 30. Sept. 2015 das Fraunhofer-Forschungszentrum „Systeme und Technologien für textile Strukturen“ (STEX) gegründet worden. Es kooperiert eng mit der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Gründung mit einer Anschubfinanzierung von 5 Mio. EUR bis 2019. Die Führung von STEX obliegt Prof. Dr.-Ing. Lothar Kroll, Leiter der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung und Dekan der Fakultät Maschinenbau der TU Chemnitz, Direktor des Cetex-Instituts, Chemnitz. Die Mitarbeiterzahl soll von gegenwärtig fünf auf 40 wachsen.

Im Zusammenhang mit dem Einsatz von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) in der Automobilindustrie gehen Marktforscher von jährlichen Wachstumsraten zwischen 30 und 40 Prozent aus, heißt es in einer dazu veröffentlichten Pressemitteilung.  Technische Textilien für Anwendungen in Hochleistungsbauteilen seien der  Wachstumsmotor für die Textilbranche. »Eine wichtige Grundvoraussetzung für das Ausschöpfen dieser Potenziale sind serienfähige Fertigungsprozesse für textile Strukturen«, erläuterte Prof. Dr. Welf-Guntram Drossel, Institutsleiter des Fraunhofer IWU: „Die Kosten für den Materialeinsatz und den Bauteilherstellungsprozess müssen deutlich gesenkt werden, gerade um den für Leichtbaubestrebungen attraktiven Werkstoff CFK in großem Stil und zu wettbewerbsfähigen Kosten in das Auto integrieren zu können, aber auch um die Fertigung an den Bedarf nach immer individuelleren Produkten anzupassen.“ Sachsen habe deutschlandweit die höchste Dichte an Forschungseinrichtungen mit dem Fokus auf technische Textilien, betonte Prof. Dr. Lothar Kroll: „Mit STEX wollen wir insbesondere den Wissens- und Technologietransfer in die Unternehmen der Region auf eine neue Stufe heben und Chemnitz zum führenden Textilforschungsstandort in Deutschland ausbauen.“ So stehen beispielsweise neuartige Textilmaschinen, Technologien und Schnittstellen für faserverstärkte Halbzeuge, In-Line-Textilprozesse für Near-Net-Shape-Strukturen, Technologien textiler und kunststoffbasierter Fertigungsprozesse sowie Preformtechnologien für bionisch verstärkte Leichtbaustrukturen im Fokus von Forschung und Entwicklung.

Die Aktivitäten von STEX werden eng mit dem seit 2011 in der Oberlausitz arbeitenden Kunststoffzentrum Oberlausitz verknüpft. Auch ist eine intensive Zusammenarbeit mit der Open Hybrid Lab Factory e. V. in Wolfsburg geplant.  Darüber hinaus ist eine enge Vernetzung mit weiteren Fraunhofer-Instituten sowie der 2009 gegründeten Chemnitzer Allianz Textiler Leichtbau (ATL) geplant.  Den Kern der der ATL, die mit rund 350 Unternehmen der Region kooperiert, bilden die Institute für Strukturleichtbau sowie Fördertechnik und Kunststoffe der TU Chemnitz sowie das Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen gemeinnützige GmbH und das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI). Dass dieses Miteinander bereits sehr gut funktioniert hat, zeigt die Bewilligung des deutschlandweit ersten und einzigen Bundesexzellenzclusters für Leichtbau »Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen« MERGE im Jahr 2012 an der TU Chemnitz.
 
 
 

Das MERGE Technology Centre

Die Grundsteinlegung

Grundsteinlegung MERGE Technology Centre_Lima 2016
Auf dem Campus Reichenhainer Straße ist am 30. Juni 2014 der Grundstein für das MERGE Technology Centre gelegt worden. Gemeinsam unterzeichneten der Sächsi­sche Staatsminister der Finanzen, Prof. Dr. Georg Unland, und Dr. Henry Hasenpflug, Staatssekretär im Staatsminis­terium für Wissenschaft und Kunst, mit Prof. Dr. Arnold van Zyl, Rektor der TU Chemnitz, die Grundsteinlegungsurkun­de. Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Prof. Lothar Kroll, Sprecher des Exzellenzclusters MER­GE, waren ebenfalls vor Ort und verfolgten mit zahlreichen Gästen das Geschehen auf dem Baugelände hinter dem Zentralen Hörsaalgebäude.

Der erste Bauabschnitt des MERGE Technology Centre begann bereits am 8. Mai 2014. Aktuell entsteht die For­schungshalle mit einer Nutzfläche von 3.565 m², deren Herzstück die sogenannte MERGE-Maschine darstellt – eine horizontale Wendeplattenspritzgussmaschine mit Bolton-Aggregaten. In den Bauabschnitten zwei und drei, die zwischen 2015 und 2018 realisiert werden, wird der Komplex noch um ein Labor- sowie ein Bürogebäude mit weiteren knapp 3.400 m² Nutzfläche ergänzt. Der Bau des Technology Centre wird vom Freistaat Sachsen mit circa. 30 Mio. Euro gefördert.
Auf unserer Homepage können Sie in einer Fotogalerie den Baufortschritt verfolgen:
 
www.tu-chemnitz.de/MERGE/merge_technologies.php.de

Ausblick – Bauabschnitte

In dem Neubau, der die vielfältigen nutzerspezifischen Ausstattungen und Konfigurationen auf einzigartige Weise zusammenführt, müssen unterschiedliche Anforderungen berücksichtigt werden. Dabei sollen sowohl miteinander vernetzte als auch flexible und modulare Fertigungszellen und Systeme für die Technologiefusion von multifunktiona­len Leichtbaustrukturen zur Verfügung stehen.

Baubeginn: 08.05.2014
 
Grundsteinlegung: 30.06.2014
 
Bauabschnitt 1:
05/2014 – 05/2015
Forschungshalle
Nutzfläche: 3.565 m²

Bauabschnitt 2:
03/2015 – 12/2016 (geplant)
Laborgebäude
Nutzfläche: 1.140 m²

Bauabschnitt 3:
2017 – 2018 (geplant)
Bürogebäude
Nutzfläche: 2.246 m²
 
 
 

Die internationale Fachtagung IMTC geht in die zweite Runde

Plakat IMTC_MERGE Lima 2016
Großserienfähige Herstellungsverfahren für Leichtbau­strukturen sind Schlüsseltechnologien der Zukunft. Der Ex­zellenzcluster MERGE veranstaltet zu diesem Themenfeld vom 01. bis 02. Oktober 2015 seine zweite Internationale MERGE Technologies Conference (IMTC).

Die Konferenz richtet sich an Experten aus Wissenschaft und Industrie, die ihr Wissen in die Erforschung und Ent­wicklung von Leichtbaustrukturen und in die dazugehöri­gen Fertigungstechnologien einbringen. Auch zur zweiten IMTC wollen wir den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftlern, Forschern und Anwendern in den Vor­dergrund stellen. Zu diesem Zweck wird es neben vielsei­tigen Sessions auch wieder ausreichend Möglichkeiten geben, mit Vertretern unterschiedlicher Fachdisziplinen in den direkten Austausch zu treten und sich mit Experten und Kollegen zu vernetzen.

Erstmals werden aus allen Themenbereichen, die für die wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Herstellung hy­brider Leichtbaukomponenten relevant sind, Sessions an­geboten.

Weitere Informationen und aktuelle Meldungen können Sie unserer Tagungshomepage entnehmen. Wir freuen uns da­rauf, Sie bald in Chemnitz begrüßen zu dürfen.
 
http://www.tu-chemnitz.de/IMTC
 
 
 
 

Maschinenbau-Experte verstärkt LiMA-Beirat

Leichtbaumesse mit neuer branchenübergreifender Positionierung – Vierte Veranstaltung vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 in der Messe Chemnitz

Portrait Reinhard Pätz VDMA Ost_LiMA 2016
Chemnitz. Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost, verstärkt ab sofort den Beirat der Chemnitzer Leichtbaumesse LiMA. „Mit Reinhard Pätz konnten wir einen ausgewiesenen Maschinenbau-Experten und Impulsgeber für die weitere Profilierung der LiMA gewinnen“, betont Michael Kynast, Geschäftsführer des Messeveranstalters C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH.
 
Pätz führt seit 2000 die Regionalvertretung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) in den ostdeutschen Bundesländern, zu der etwa 350 Mitgliedsunternehmen gehören. Der diplomierte Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur bringt darüber hinaus fachliche Expertise aus dem VDMA-Forum Composite Technology ein, der Schnittstelle zu allen Unternehmen, Verbänden und Instituten, die am Herstellungs- und Verarbeitungsprozess bzw. an der Anwendung von Composites beteiligt sind.
 
Die LiMA, bisher als Leichtbaumesse für den Maschinen- und Anlagenbau konzipiert, positioniert sich neu mit einer branchenübergreifenden Ausrichtung. Im Fokus der vierten Auflage vom 31. Mai bis 20. Juni 2016 stehen dabei alle Leichtbaumaterialien von Metallen über Kunststoffe, nachwachsende Rohstoffe, Textilien bis hin zu Verbundwerkstoffen, ebenso Maschinen, Werkzeuge und Verfahren zur Herstellung von Leichtbaukomponenten sowie neueste Konstruktions- und Entwicklungsmethoden für Leichtbaulösungen in allen Branchen. Breiten Raum werden die sächsischen Forschungskompetenzen auf diesem Gebiet einnehmen. Dazu gehört das an der TU Chemnitz angesiedelte deutschlandweit einzige Leichtbauforschungscluster MERGE. In diesem Bundesexzellenzcluster arbeiten Wissenschaftler interdisziplinär an der Fusion großserientauglicher Basistechnologien aus den Bereichen Kunststoff, Metall, Textil und Smart Systems.
 
Die LiMA findet wie bereits 2014 parallel zur Fachmesse mtex und zur Sächsischen Industrie- und Technologiemesse SIT statt.
 
Zu den Fachmessen im Mai 2014 hatten mehr als 300 Aussteller aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Indien, Israel und der Schweiz ihr Leistungsspektrum präsentiert. Unter den 5000 Messegästen konnten neben den deutschen Teilnehmern Fachbesucher aus Belgien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Israel, Japan, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Russland und Tschechien in Chemnitz begrüßt werden. 
 
Pressekontakt:
Ina Reichel
Freie Journalistin
Tel.: 0371 / 77 435 10
Fax: 0371 / 77 435 11
E-Mail: inareichel@ma-reichel.de


 
 
 
 

Ein Schaufenster für Spitzenforschung zu multifunktionalem Leichtbau

Grundstein für neue Forschungshalle des Bundesexzellenclusters MERGE wurde gelegt - Kosten des gesamten MERGE-Forschungskomplexes betragen 30 Millionen Euro

Grundsteinlegung
An der Technischen Universität Chemnitz ist am 30. Juni 2014 der Grundstein für die neue Forschungshalle des Bundesexzellenzclusters "MERGE - Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" gelegt worden. Damit wurde der Startschuss für den ersten Bauabschnitt des Neubaukomplexes gegeben. Zwei weitere Bauabschnitte mit dem Neubau eines Labor- sowie eines Bürogebäudes sind geplant. Im Beisein von etwa 100 Gästen hinterlegten der Sächsische Staatsminister der Finanzen, Prof. Dr. Georg Unland, und Dr. Henry Hasenpflug, Staatssekretär im Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, gemeinsam mit Prof. Dr. Arnold van Zyl, Rektor der TU Chemnitz, die Grundsteinlegungsurkunde auf dem Baufeld an der Reichenhainer Straße.

Minister Unland: "Der Exzellenzcluster MERGE ermöglicht der TU Chemnitz international herausragende Forschungsleistungen in einer der Schlüsseltechnologien der Zukunft, dem Leichtbau. Dies kann nur bei einer modernen baulichen und technischen Ausstattung des Campus gelingen. Mit der neuen Forschungshalle schafft der Freistaat die baulichen Voraussetzungen, damit an der TU Chemnitz exzellente Forschungsergebnisse mit MERGE erreicht werden." Der Minister richtete den Wunsch an die Wissenschaftler, dass ihre Ergebnisse anschließend möglichst schnell wirtschaftlich verwertet werden - auch in Sachsen. Er sei sich sicher, dass von MERGE ein wesentlicher Technologieschub ausgehen werde.

Staatssekretär Hasenpflug: "In direkter Nachbarschaft zum Hörsaalgebäude, dem Weinhold-Bau und dem Gebäude des Spitzenclusters eniPROD der TU Chemnitz sowie den Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft entsteht eine ganz besondere Brücke zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung sowie dem universitären Studium auf höchstem Niveau." Der Standort Chemnitz werde mit dem Forschungskomplex deutlich an internationaler Sichtbarkeit gewinnen.

"Wir sind froh, dass die Wissenschaftler des Bundesexzellenzclusters MERGE nun bald die für sie notwendigen Arbeitsbedingungen erhalten und damit die Forschungsschwerpunkte unserer Universität weiter gestärkt werden können", sagt Prof. Dr. Arnold van Zyl, Rektor der TU Chemnitz, und ergänzt: "Damit bekommt das auch für die wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen so wichtige Projekt einen weithin sichtbaren exzellenten baulichen Rahmen auf dem Campus unserer Universität."

Der geplante Forschungskomplex besteht aus drei zusammenhängenden Einzelgebäuden. Diese sind als separate Brandabschnitte voneinander getrennt, jedoch funktional miteinander verbunden. In der mittleren Halle wird das Kernstück der neuen Forschungseinrichtung, die sogenannte MERGE-Maschine, untergebracht. Dabei handelt es sich um eine neu entwickelte Fertigungsstrecke für Kunststoffteile. Um diese von außen sichtbar zu machen, erhält die Westfassade der Forschungshalle eine Verglasung und wird damit zum "Schaufenster" auf dem Universitätscampus. In den beiden anderen Gebäuden werden Versuchs- und Forschungsstrecken, Lagerflächen und funktionale Räume untergebracht.

Unter der Projektleitung der Chemnitzer Niederlassung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) entsteht eine Nutzfläche von insgesamt knapp 3.200 qm. Die Fertigstellung der Forschungshalle, die mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert werden soll, ist für März 2015 geplant. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betragen rund 12,6 Millionen Euro. In den Bauabschnitten zwei und drei des MERGE-Forschungskomplexes sollen zudem zwischen 2015 und 2018 ein Laborgebäude (inklusive Reinraum) mit rund 1.100 Quadratmetern Hauptnutzfläche und geplanten Baukosten von 7,4 Millionen Euro sowie ein Bürogebäude errichtet werden, für das Baukosten von 10 Millionen Euro veranschlagt sind und das weitere Flächen im Umfang von etwa 2.200 Quadratmetern schaffen soll.

Stichwort: Bundesexzellenzcluster MERGE

Mit dem Bundesexzellenzcluster "Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) zählt die Technische Universität Chemnitz zu den Gewinnern der Bundesexzellenzinitiative. In dem bundesweit einzigartigen Projekt arbeiten etwa 100 Wissenschaftler an einer Technologiefusion im Leichtbau. Ihr gemeinsames Ziel ist es, heute noch getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen wie Textilien, Kunststoffe und Metalle zusammenzuführen. Mehrkomponentenbauteile können dann in Großserie kostengünstiger und energieeffizienter produziert werden. Multifunktionalität soll künftig nur in einem Verarbeitungsschritt entstehen. Der Bundesexzellenzcluster wurde bereits 2012 im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder an der TU Chemnitz eingerichtet. Er wird bis 2017 mit 34 Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen
 
 
 

5. Internationale Mobiltextilien-Schau „mtex“ und 3. Leichtbau-Ausstellung „LiMA“ gingen in Chemnitz erfolgreich über die Bühne

Triebkopf für Hochgeschwindigkeitszüge in Aluschaum-Sandwich-Bauweise als Weltneuheit präsentiert

Chemnitz.  Auf hohem fachlichen Niveau gingen die 5. Internationale Mobiltextilien-Schau „mtex“  sowie die 3. Leichtbau-Ausstellung für den Maschinen-  und Anlagenbau „LiMA“ vom 14. bis 16. Mai 2014 in  Chemnitz über die Bühne.  88 Aussteller aus  Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Indien, Israel und der Schweiz präsentierten im Freistaat Sachsen, inmitten einer der wichtigsten deutschen Automobilbau-, Maschinenbau- und Textilregion, ihr Leistungsspektrum.   "mtex" und "LiMA" fanden erstmals im Rahmen der neu konzipierten „Chemnitzer Fachmessen“ parallel zur Sächsischen Industriemesse  SIT und dem „IT Anwenderforum“ statt.  Insgesamt begutachteten  nahezu  5.000 Besucher die Offerten der über 300 Aussteller, darunter renommierte Forschungsinstitute, und nahmen an Symposien sowie Workshops teil. Neben Gästen aus Deutschland konnten Fachbesucher aus  Belgien, Brasilien,  China, Frankreich, Großbritannien, Israel, Japan, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Russland und Tschechien zu den  Mobiltextilien- und Leichtbaumessen begrüßt werden.
 
„Ressourceneffizienz ist der Schlüssel für ertragreiches und zugleich nachhaltiges Wirtschaften in der Zukunft. Dabei kommt der Material- und Energieeffizienz bei der Herstellung von Leichtbaustrukturen in Großserie eine zentrale Stellung zu. Den Stand unserer Forschungen haben wir daher auf diese Thematik ausgerichtet und sind branchenübergreifend auf ein starkes Interesse gestoßen“,  betonte Prof. Dr. Lothar Kroll, Koordinator und Sprecher des einzigen Bundesexzellenzclusters für Leichtbauforschung MERGE, der an der TU Chemnitz angesiedelt ist.  
 
„Das Fachmessen-Quartett machte es möglich, auch Unternehmen anderer Branchen kennenzulernen. Wir hatten beispielsweise gute Gespräche mit Experten aus dem Maschinenbau und der Papierindustrie. So etwas hilft, eine gewisse Betriebsblindheit zu überwinden“, resümierte Andreas Ludwig, Geschäftsführer der in Thüringen ansässigen Thorey Gera Textilveredelung GmbH. 
 
Andreas Hämmerle, Geschäftsführer der Teccno Tex GmbH, Höchst, und Koordinator des österreichischen Gemeinschaftsstandes, schätzte ein, dass sich die erstmalige Teilnahme an der mtex in jeder Hinsicht gelohnt habe: „Wir konnten interessante Kontakte herstellen beziehungsweise weiterentwickeln. Wir haben konkrete Anfragen mitgenommen und sogar schon kleinere Aufträge erhalten. Ich bin sicher, dass in Zukunft Projekte mit Partnern aus der sächsisch-thüringischen Industrieregion zustande kommen.“ Mit einer Kollektivschau demonstrierten die Vorarlberger Textilhersteller Alge Elastic GmbH, Lustenau; ARULA GmbH, Mäder;  Spinnerei Feldkirch GmbH, und V-Trion GmbH, Hohenems, ihre Innovationskraft.
 
Ronald Gerbeth, Verkaufsleiter der Zwickauer Kammgarn GmbH,  hob die Qualität der Messekontakte hervor: „Unter anderem konnten wir Gäste aus Süddeutschland und aus Österreich begrüßen. Da die Messe ganz in der Nähe unseres Firmensitzes stattfand, haben wir mit relativ geringem Aufwand ein sehr gutes  Ergebnis erreicht. Ein Lob gilt der professionellen Organisation der Fachmessen insgesamt.  Beim nächsten Mal hoffen wir auf noch mehr Präsenz von Automobilzulieferern.“
 
Große Beachtung in der Fachwelt fand der erstmals vergebene Innovationspreis der „mtex“. Die Auszeichnung erhielt  Christian Franz vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungs­werkstofftechnik (ITM) der TU Dresden. Der 28-jährige Diplom-Ingenieur wurde für seine Leistungen im Rahmen des Forschungsprojekts „Kettengewirkestrukturen mit Funktionsintegra­tion“ geehrt. Er entwickelte eine Technologie, mit der z. B. die für Elektro­autos benötigten leichtgewichtigen textilen Heizelemente weitaus effektiver als bisher hergestellt werden können ( weitere Informationen hierzu auf www.mtex-chemnitz.de).
 
Metall-, Holz-, Textil- und Kunststoffverbunde spielten die dominierende Rolle auf der Leichtbau-Ausstellung für den Maschinen- und Anlagenbau „LiMA“. Eine Weltneuheit präsentierten die Chemnitzer Entwickler von Voith Engineering Services und des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik. Sie stellten das 1:1-Modell eines Leichtbau-Triebkopfs für einen Hochgeschwindigkeitszug vor, der in Aluminiumschaum-Sandwich-Bauweise gefertigt wurde. Damit  ist eine Gewichtsersparnis von bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Schienenfahrzeugkonzepten möglich. 
 
Forscher der TU Chemnitz zeigten ein Hängefördersystem mit Holzverbund-Profilen für die Automobilindustrie.  Composite-Know-how offerierte die Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH aus Obertshausen. Das Unternehmen entwickelt und produziert u. a. komplexe Profile und Hohlkörper bis zu sieben Metern Länge in Hybridbauweise.
 
Regen Zuspruch verzeichnete der zur Gewinnung von Berufsnachwuchs veranstaltete „Fachkräfte- und Studententag“ der „Chemnitzer Fachmessen“ am 16. Mai.  Die nächste Auflage des Messe-Quartetts wird im Mai 2016 stattfinden.

 
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